Das Denken der Homöopathie
Samuel Hahnemanns Lehre vom stellvertretenden Lokalsymptom

KVC Verlag – Das Denken der Homöopathie
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  • 978-3-96562-062-9
  • 2022
Samuel Hahnemann ging in seiner späten – miasmatischen – Schaffensphase davon aus, dass sich... mehr
Das Denken der Homöopathie
Samuel Hahnemanns Lehre vom stellvertretenden Lokalsymptom

Samuel Hahnemann ging in seiner späten – miasmatischen – Schaffensphase davon aus, dass sich Krankheit und Symptom im Sinne des pars-pro-toto-Grundsatzes bedingen: Das periphere Lokalsymptom,
z. B. das syphilitische Geschwür, beschwichtigt als Teil stellvertretend (Vikariation) das Ganze der chronischen Krankheit (Syphilis). Wird das Stellvertretersymptom nur – suppressiv – lokal behandelt, kommt
es im Inneren des Organismus zum Gestaltwandel der Pathologie (Metaschematismus) und damit zur Verschärfung des chronischen Krankheitsprozesses.
Mit den beiden Begriffen Vikariation und Metaschematismus ist unmittelbar das Denken der Homöopathie angesprochen. In der Tradition der Klassischen Homöopathie geht es immer um den
Zusammenhang zwischen einer ganzheitlichen Krankheitsthematik (Miasma, Essenz, primäre Psora, basic delusion) und ihrer symptomatischen Äußerung. Das Vikariationsprinzip ist neben der Arzneimittelprüfung
am gesunden Menschen die eigentliche innovative Entdeckung Hahnemanns und gründet im Geistesleben seiner Zeit. Die ideengeschichtliche Studie von Andreas Mater verfolgt diesen Gedanken und seine Rezeption von den Anfängen der venerologischen Forschung Hahnemanns über die Heringsche Regel bis hin zu Vithoulkas und den
modernen Psychomiasmatikern. So erschließt sich zum ersten Mal ein Gesamtbild der Geschichte des klassisch homöopathischen Denkens, das zuletzt mit dem salutogenetischen Ansatz der Anthroposophischen
Medizin verglichen wird.

Andreas Matner mehr

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